Ereignisse und Veranstaltungen 2024
Studierendentreffen in der Thüringer Verwaltungsfachhochschule
20.11.2024
Am 20. November 2024 veranstaltete die Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung ein Studierendentreffen der drei Fachbereiche und mit Studierenden aus dem Studienzentrum der hessischen Finanzverwaltung, dem SZ Rotenburg. Der Austausch der hessischen und thüringischen Anwärterinnen und Anwärter fand unter dem Motto "Auf den Spuren der deutschen Geschichte“ statt.
Am Vormittag referierte Herr Prof. Dr. Reinhard Schramm, der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, über Jüdisches Leben in Deutschland. Er berichtete beredt über die Geschichte seiner Familie in Deutschland unter den Nationalsozialisten, über die Jahrzehnte nach 1945 und über das Leben deutscher Jüdinnen und Juden nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023. Prof. Dr. Schramms eindrücklicher Vortrag und die sich anschließende offene Diskussion blieben den Studierenden nachhaltig in Erinnerung.
Nach einem Kurzvortrag über das Steuerrecht in der DDR brachen die Finanzanwärterinnen und -anwärter in Richtung Erfurt auf, um hier die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, eine ehemalige Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit, bzw. den Erinnerungsort Topf & Söhne, ein feuerungstechnisches Baugeschäft, das 1939 damit begann, Öfen und Technik für die Vernichtung der europäischen Juden in Nazideutschland zu liefern, zu besuchen.
Abgeschlossen wurde das Studierendentreffen mit einem gemeinsamen Gruppenfoto auf den Domstufen der Hohen Domkirche St. Marien zu Erfurt.
Der 32. F-Lehrgang richtet im Namen aller Studierenden einen großen Dank an die Organisatorinnen und Organisatoren des Studierendenaustausches.
Text: Julian Pfeiff, FB Steuern, Kurs F 32/2
Bilder Gotha: Torsten Grimm, BZ Gotha
Bild Erfurt: Pauline Holzapfel, TFM




Studienfahrt des F32 nach Amsterdam und Den Haag
11.11.2024
Pünktlich um 8 Uhr verließen wir am Montagmorgen (11.11.24) Gotha mit dem Bus, um uns auf die Studienfahrt nach Amsterdam zu begeben. Die Fahrt verlief problemlos mit einigen Pausen und so erreichten wir die Hauptstadt der Niederlande gegen 15:30 Uhr. Nach dem Check-in verlief der Tag für alle noch relativ ruhig.
Am nächsten Morgen begab sich dann die gesamte Gruppe auf den Weg zum Rijksmuseums. Das Rijksmuseum ist das Nationalmuseum der Niederlande und umfasst ca. 8.000 Exponate, die ein Stück Geschichte der Niederlande erzählen. Es enthält eine große Sammlung an Malereien aus dem Goldenen Zeitalter, Artefakte der niederländischen Geschichte sowie asiatische Kunstobjekte. Das Museum erkundeten wir in kleineren Gruppen ganz selbstständig. Nach dem etwa zweistündigen Besuch und einer Menge an Eindrücken verließen wir das Museum und es begann die Zeit der eigenen Gestaltung der Studienreise.
Für manche Studenten ging es direkt nach dem Besuch des Rijksmuseums in die Johan-Cruyff-Arena. Sie ist das größte Fußballstadion der Niederlande in dem der Fußballverein Ajax Amsterdam seine Heimspiele austrägt. Seit 2018 erhielt die Arena zu Ehren von Hendrik Johannes Cruyff, einen bedeutenden niederländischen Fußballspieler & -trainer, ihren heutigen Namen.
Am Abend nahmen ein paar Studenten und Studentinnen mit Frau Zeng an einer Grachtenfahrt teil. Die Grachten, d.h. künstlich angelegten Kanäle und Wassergräben, sind ein prägender Teil des Stadtbildes und wurden in der Zeit von 1585 bis 1665 erbaut. Da Amsterdam im Goldenen Zeitalter das wichtigste Handelszentrum der Welt war, wurden die Grachten genutzt, um möglichst schnell Ware in bzw. aus der Stadt zu transportieren. Während der Fahrt durch die Grachten von Amsterdam konnte man viele Sehenswürdigkeiten betrachten wie beispielsweise das Wissenschaftsmuseum „NEMO“, das nationale Maritime-Museum, die Westerkerk, sowie den A´DAM Tower.
Am Mittwochmorgen begab sich eine kleine Gruppe von Studentinnen zu der „Fabrique de Lumières“, um sich im Lichtschauspiel die Gemälde von Van Gogh anzusehen. Passend dazu besuchte eine andere gemischte Gruppe von Studenten am Nachmittag das Van-Gogh-Museum, um die größte Sammlung der Werke von Vincent van Gogh selbstständig in kleineren Gruppen zu bestaunen.
Doch bevor es in das berühmte Van-Gogh-Museum ging, begaben sich einige Studenten und Studentinnen auf den Weg zur Heineken-Experience, dem Hauptstandort der ehemaligen Heineken-Brauerei. Heute wird sie zu Werbezwecken und als Museum genutzt. Vor Ort gab es eine kleine Führung in der wir viel über die Geschichte und die Gründer der Heineken-Brauerei erfuhren. Zusätzlich konnten wir eine 4D-Attraktion besuchen, bei der uns der Weg des Bieres von der Entstehung bis zur Party nähergebracht wurde. Nach dem Ende der Führung konnte wir uns die übrigen Räume und vor allem die Kessel selbst noch einmal genauer anschauen. Zum Abschluss des Aufenthalts in der Heineken-Experience erhielt jeder Teilnehmer zwei Freibiere.
Noch am selben Abend besichtigte eine kleine Gruppe von Studentinnen das Anne-Frank-Haus. Dort gab es eine interaktive Führung durch das Hinterhaus der Anne Frank mit einem Audioguide. Es war sehr eindrucksvoll und dramatisch gestaltet. Unter anderem waren die echten Tagebücher der Anne Frank, sowie eine Küchenarbeitsplatte mit Spüle und eine Treppe mit ausgetretenen Stufen zu sehen.
Am Donnerstag machten wir alle zusammen einen Ausflug nach Den Haag. Während des dreistündigen Aufenthalts suchten manche Studenten und Studentinnen das Museum de Gevangenpoort (Gefängnismuseum) auf und wieder andere bestaunten den Strand von Den Haag. Gegen 13:30 Uhr war eine kleine Führung im internationalen Gerichtshof geplant. Nach einer großen Sicherheitskontrolle betrachtet wir einen der drei Gerichtsäle und erhielten eine Menge Informationen über die Handlungs- & Vorgehensweisen, sowie über die Verfahren des internationalen Gerichtshofs.
Zum Abschluss des Abends und der Studienfahrt ging Frau Zeng mit einer größeren Gruppe von Studenten und Studentinnen im Hard Rock Café zum Abendessen.
Am Freitagmorgen um 8 Uhr traten wir erfreut und doch ein wenig erschöpft von den vielfältigen Eindrücken die Rückreise an, um pünktlich um 15 Uhr Gotha zu erreichen.
Text und Bilder: Lea Sesselmann, FB Steuern, Kurs F32.1



Die steuerfachliche Fortbildung wird neu aufgestellt
29.10.2024
Das deutsche Steuerrecht ist geprägt von Komplexität und stetigem Wandel. Damit die qualitativ hochwertige Arbeit der Thüringer Finanzverwaltung auch zukünftig gewährleistet werden kann, stellt sich die Landesfinanzschule Thüringen bei der Umsetzung und Durchführung von steuerfachlichen Fortbildungen breiter auf. Mobile Fortbildungsteams sollen das bisherige Angebot erweitern. Getreu dem Motto „Vom Praktiker für die Praxis“ sollen die Fortbildungen vor Ort in den Finanzämtern durchgeführt werden.
Zu diesem Zweck begrüßten Herr Hintze, Leiter der Landesfinanzschule und Frau Köllner, Leiterin der Mobilen Fortbildung, interessierte Kolleginnen und Kollegen der Thüringer Finanzämter und des Thüringer Finanzministeriums zu einer ersten gemeinsamen Besprechung am 29. Oktober 2024 im Bildungszentrum. Neben allerlei Informationen zur Ausgestaltung der Mobilen Fortbildung konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits gegenseitig kennenlernen, bei der Wahl von zu schulenden Rechtsgebieten bzw. Fachthemen ins Gespräch kommen und erste Kontakte knüpfen.
Text und Bild: Andrea Köllner, Leiterin der Mobilen Fortbildung

2 Jahre gehen schnell vorbei …
01.10.2024
Zwei Jahre gehen schneller vorbei, als man denkt – oder etwa nicht? Am 01.10.2024 war es endlich so weit: 15 Justizoberassistentenanwärterinnen und -anwärter erhielten feierlich ihre Zeugnisse und wurden in das Beamtenverhältnis auf Probe ernannt. Zu Beginn der Ausbildung hätten viele wohl nicht gedacht, dass man sich durch gefühlt „1000“ Bundesgesetze und dazu noch etwa 40 Thüringer Gesetze und Verordnungen kämpfen muss – und dabei noch den Überblick behält! Aber keine Sorge, der eine oder andere Paragraf ist inzwischen sicher in Fleisch und Blut übergegangen.
Der Vizepräsident des Oberlandesgerichts konnte die stolzen Absolventinnen und Absolventen mit ihren verdienten Zeugnissen beglücken und dabei noch ein paar weise Worte fallen lassen. Er merkte an, dass sich das Berufsbild des Justizwachtmeisters – oder jetzt eben Justizoberassistenten – gerade in Zeiten der Digitalisierung und des papierlosen Büros stark wandeln wird. Zum Glück sind alle bestens vorbereitet, auch auf die Herausforderung, ohne Papier den Überblick zu behalten!
Mit der Zeugnisübergabe ging das Beamtenverhältnis auf Widerruf zu Ende und die Justizministerin Denstädt hatte die ehrenvolle Aufgabe, die frisch gebackenen Justizoberassistentinnen und -assistenten in das Beamtenverhältnis auf Probe zu befördern. Von jetzt an sorgen sie an den Gerichten und Staatsanwaltschaften für den geordneten Akten- und Postumlauf (der ja bald rein digital ist, wir erinnern uns) und stehen dem rechtssuchenden Publikum als erste Anlaufstelle zur Verfügung. Auch die spannende Aufgabe, Gefangene zu den Verhandlungen vorzuführen, und dabei aufzupassen, dass keiner entwischt gehört dazu.
Wir gratulieren zur bestandenen Prüfung und wünschen viel Freude bei den kommenden Aufgaben !
Text: Anja Brückner, Sachbearbeiterin Aus- und Fortbildung, Thüringer Oberlandesgericht
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha

Mentorenprogramm von Studierenden - für Studierende
09.09.2024
Am 09.09.2024 starteten 69 Studierende des neuen Grundstudiums für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst am Bildungszentrum Gotha. Nach einer kurzen organisatorischen Einführung und einem Vortrag von Dr. Steinrücken über das Studium übernahmen die Mentoren das Programm.
Neben dem obligatorischen Gruppenfoto, einer Einweisung in die Woche und der Vorstellung der Mentoren, fanden spielerische Kennenlernrunden und ein Rundgang auf dem Gelände statt. Ein gemeinsamer Grillnachmittag förderte den Austausch mit Studierenden des Hauptstudiums. In den folgenden Tagen gab es Workshops zur Lernplattform ILIAS und der Schul-App, eine Ersti-Party und Veranstaltungen zu Verwaltungsthemen wie Beihilfe und Dienstreiseanträgen. Eine geplante Stadtführung musste wegen des Wetters abgesagt und virtuell per Google Street View durchgeführt werden.
Insgesamt wurde das Mentorenprogramm positiv aufgenommen und bot den neuen Studierenden wertvolle Unterstützung beim Start ins Studium.
Text und Bilder Collage: Justin Schulz, FB KSAV, Kurs 23/2
Gruppenbilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
Eröffnungstage im Lehrbereich Steuern 2024
06.09.2024
Nachdem die ersten 3 Tage unseres Studiums extrem schnell vorbeigegangen waren, sollte es direkt mit den Eröffnungstagen am 05. und 06.09.2024 weitergehen. An diesen 2 Tagen wurde Wert darauf gelegt, die anderen Finanzanwärterkurse und Steueranwärterkurse kennenzulernen.
So startete der Tag erstmal im Kursverband. Die ersten Stunden wurden verwendet, um den eigenen Kurs genauer kennenzulernen. Dabei haben sich mit kleinen Übungen und einer Mindmap erstmal die verschiedenen Personen vorgestellt und Gemeinsamkeiten des Kurses wurden herausgefunden. Außerdem hatten wir durch das Speed Dating die Chance, Dozenten und auch ehemalige Studenten zu treffen und ihnen Fragen über unser Studium zu stellen. Danach wurden die Finanzanwärterkurse gemischt und wir konnten bei einer
Campus-Rallye sowohl den Campus, als auch die anderen Finanzanwärter kennenlernen. Zum Abschluss wurde ein gemeinsames Kaffeetrinken, sowohl mit den Dozenten, als auch mit den anderen Kursen, veranstaltet. Auch dies nutzen wir, um uns weiter miteinander bekannt zu machen.
Da dies noch ein bisschen mehr Zeit in Anspruch nimmt als einen Kaffee, begann der nächste Tag mit weiteren Kennlernaufgaben und einem Teamwettbewerb, wer den besten Papierflieger baut. (Natürlich meine Gruppe :D). Anschließend hatten wir bei einem gemeinsamen Ausflug aller neuen Anwärter die Möglichkeit, die Stadt Gotha zu erkunden und auch noch mal mehr Zeit, mit verschiedenen Mitstreitern ins Gespräch zu kommen.
Nach den zwei Tagen kann man abschließend sagen, dass es eine gute Möglichkeit war, Dozenten, Mitstreiter, die Stadt Gotha und den Campus genauer kennenzulernen. In dem Atemzug möchte ich mich bei den Organisatoren bedanken und allen neuen Studierenden und Auszubildenden einen guten Start wünschen.
Text: Tom-Eric Löser, FB Steuern, F33.1
Bilder Collage: Nicola Reißig, Lehrkraft FB Steuern
Gruppenbilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
Start der Laufbahnausbildung der Justizsekretäranwärter/innen des Einstellungsjahrgangs 2024
02.09.2024
Am 2. September starteten 42 Justizsekretäranwärter/innen in den theoretischen Lehrgang A am Bildungszentrum Gotha. Während der zweijährigen Laufbahnausbildung werden diesen in 3 fachtheoretischen Lehrgängen alle Rechtsgrundlagen vermittelt, die sie zur Bewältigung ihrer Aufgaben bei den Amts- und Landgerichten sowie den Staatsanwaltschaften benötigen.
Nach dem die Anwärterinnen und Anwärter sich am ersten Tag kennenlernten, unternahmen Sie am 10.09. eine Exkursion in die Jugendstraf- und Jugendarrestanstalt. Dort erhielten sie einen Einblick in den Tagesablauf eines jugendlichen Straftäters sowie in die Vollstreckungsziele der beiden Anstalten.
Wir wünschen dem Einstellungsjahrgang 2024 viel Freude und Erfolg für die kommenden fachtheoretischen Lehrgänge.
Text: Anja Brückner, Sachbearbeiterin Aus- und Fortbildung, Thüringer Oberlandesgericht
Gruppenbild: Torsten Grimm, BZ Gotha
Bilder Collage: Anja Brückner
Erfolgreicher Abschluss
30.08.2024
Der Weg zum Diplom-Finanzwirt dauerte drei Jahre und war für die 44 Absolventen nicht immer einfach. Dies stellten Luisa Schlöffel und Paul Kohl in ihrer Rede zum Anlass der feierlichen Übergabe der Abschlusszeugnisse im Bildungszentrum der Thüringer Landesverwaltung in Gotha am 30. August 2024 eindrucksvoll dar.
Bevor die Nachwuchskräfte ab Anfang September ihr sehr umfangreiches Wissen dann als frisch ernannte Steuerinspektoren praktisch in den Thüringer Finanzämtern anwenden können, würdigte der Staatssekretär im Thüringer Finanzministerium Herr Dr. Hartmut Schubert die erbrachten Leistungen und überreichte den Nachwuchskräften anschließend die Abschlusszeugnisse und die Diplomurkunden.
Text: Geschäftsstelle des FB Steuern
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
Viele Gründe zur Freude am 30. August 2024
30.08.2024
Viele Gründe, sich zu freuen, hatten die 59 Absolventinnen und Absolventen des 23. Lehrganges für Steueranwärterinnen und Steueranwärter: Nach zwei Jahren dualer Ausbildung - davon acht Monate prall gefüllt mit der Theorie des Steuerrechts - hatten sie es geschafft, hatten sie sich die Berufsbefähigung für den mittleren Dienst in der Steuerverwaltung erkämpft! Nicht nur die Angehörigen, sondern auch viele Ehrengäste besuchten die Festveranstaltung in einem der schönsten Gebäude Gothas. Die Thüringer Finanzministerin, Frau Heike Taubert, hielt nicht nur die Festansprache, sondern überreichte unseren neuen Kolleginnen und Kollegen auch die Ernennungsurkunden. Die Neu-Finanzwirtin Ivonne Göttsching blickte mit bewegenden Worten für die Absolventinnen und Absolventen, aber auch für die Dozentinnen und Dozenten der Landesfinanzschule Thüringen, auf zwei enorm intensive Lern- und Lehrjahre zurück. Musiker des Thüringer Polizeiorchesters rundeten die Feier mit festlicher wie heiterer Musik bestens ab. Also: Es gab wirklich viele Gründe zur Freude!
Text: Hendrik Hintze, Fachbereichsleiter, FB Steuern
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
Abschied von den amtlichen Handbüchern
31.07.2024
Wohl letztmalig hielten die Anwärterinnen und Anwärter des 23. Steueranwärterlehrgangs anlässlich ihrer mündlichen Laufbahnprüfung Ende Juli 2024 die Handbücher in Papierform in ihren Händen. Diese zählten während ihrer fachtheoretischen Ausbildung in den beiden zurückliegenden Jahren zu den wichtigsten Arbeitsinstrumenten. Auch in der mündlichen Laufbahnprüfung stellten die Prüflinge unter Beweis, dass sie im Umgang mit den nicht immer leicht verständlichen Steuergesetzen wirklich fit sind. So hatten sie bei mancher Frage der Prüfungskommission die konkrete Rechtsgrundlage zum Beispiel der Abgabenordnung sofort parat, ohne einen Blick ins Gesetz zu werfen.
Voraussetzung für die Zulassung zur mündlichen Laufbahnprüfung ist das erfolgreichen Absolvieren schriftlicher Laufbahnprüfungen in den Fächern Abgabenordnung, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Staatskunde sowie Buchführung und Bilanzsteuersteuerrecht. Diese Hürde hatten die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen des Landesfinanzschule bereits im Juni 2024 genommen.
Text: Antje Färber, FB Steuern
Bild: Torsten Grimm, BZ Gotha
"Bitte Ruhe! Prüfung!
17.07.2024
Bitte Ruhe! Diese Aufforderung galt selbstverständlich nicht für diese vier Nachwuchskräfte, die – gleich ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen vom Fachbereich Steuern der Thüringer Verwaltungsfachhochschule – ihre dreijährige Studienzeit mit dem Bestehen der Laufbahnprüfung krönten. In sechs Studienfächern – von Abgabenrecht bis Umsatzsteuer – mussten die Studierenden in der mündlichen Prüfung beredt beweisen, dass sie sich den akademischen Grad einer Diplom-Finanzwirtin bzw. eines Diplom-Finanzwirtes verdient haben. Sie haben es geschafft! Und eine dieser Thüringer Finanzbeamtinnen machte sich mit dem Bestehen der Prüfung ausgerechnet an ihrem Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk.“.
Text: Hendrik Hintze, Fachgebietsleiter FB Steuern
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
Digitale Lehre als Gemeinschaftsprojekt
08.-10.07.2024
Jeder redet davon, viele versuchen es – doch nur einige sind mit ihren Ergebnissen wirklich zufrieden.
So oder so ähnlich könnte man die Bemühungen um eine Umsetzung der Digitalisierung in Schulausbildung und Lehre zusammenfassen. Dass dies nicht unbedingt so bleiben muss, wurde auf der „24. Konferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft digitale Lehre an den Hochschulen für den öffentlichen Dienst in Deutschland (BAG HöD)“ deutlich, welche vom 08.-10. Juli 2024 im Bildungszentrum Gotha stattfand. In dieser Arbeitsgemeinschaft tauschen sich bis zu 40 öffentliche Bildungseinrichtungen unterschiedlicher Fachrichtungen regelmäßig zu den Themen Digitalisierung, zukunftsorientierte Gestaltung von Lehrveranstaltungen und effektive Nutzung der gemeinsamen Plattform ILIAS aus.
Schwerpunkte der diesjährigen Tagung waren Erfahrungen mit Blended Learning, ILIAS-Objekt-Übungen, digitalen Klausuren mit Edutiek, h5P Szenarien und die Erstellung von Lern-Videos im hochschuleigenen Videostudio.
Und ganz „nebenbei“ konnten sich die Teilnehmer, welche aus 11 Bundesländern angereist waren, im Rahmen einer Stadtführung von der Schönheit der Residenzstadt Gotha überzeugen, am Grill Thüringer Spezialitäten genießen und sich als Teams im Torwandschießen messen.
Im nächsten Jahr wird die Hochschule für Finanzen Rheinland-Pfalz Gastgeber sein.
Text und Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
„Sport frei“ ...
20.06.2024
... ganz nach diesem Motto fand am 20.06.2024 das gemeinsame Sportfest der Justiz am Bildungszentrum Gotha statt.
Justizvollzugsobersekretäranwärter/innen, Justizoberassistentenananwärter/innen und Justizsekretäranwärter/innen haben an den verschiedensten Stationen gezeigt, was in ihnen steckt. Beim Fessellauf, „Bierpong“ (natürlich ohne Bier), Torwandschiessen, Sand Tic Tac Toe und Slalomlauf kam es auf Geschwindigkeit sowie auf den Teamgeist an. Den Abschluss bildete das Tauziehen, bei dem alle Gruppen nochmals besonderen Kampfgeist zeigten.
Ein Dank geht an alle Mitwirkenden und Unterstützenden, die zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Text: Anja Brückner, Justizausbildung
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
Der Fachbereichsrat des FB Steuern - Verantwortung tragen bei der Gestaltung des Studiums
30.05.2024
Die Thüringer Verwaltungsfachhochschule verfügt über Gremien, in denen auch Studierende an der Gestaltung des Lehrbetriebs und des Studienumfelds mitwirken können. Neben dem Senat sind das besonders die Fachbereichsräte, die sich mit speziellen Themen der drei Fachbereiche beschäftigen. Der für das Steuer-Studium zuständige Fachbereichsrat traf sich Ende Mai zur 2. Sitzung im Jahr 2024.
Die gewählten Vertreter der Studierenden diskutierten mit den Vertretern der Lehrkräfte sowie dem Fachbereichsleiter mannigfaltige Themen: Was bringt das Studienjahr 2024/2025 an Veränderungen? Welche Ausstattung mit Lehrmaterialien erwarten die Studierenden von ihrer Hochschule? Kann die Reihenfolge der Abschlussklausuren verändert werden? Braucht man bereits im Grundstudium I das Aktiengesetz? ...
Die Arbeit des Fachbereichsrates Steuern ist eine besonders wichtige Unterstützung der Leitung des Fachbereichs - und das ist eine der Aufgaben, die das Thüringer Verwaltungsfachhochschulgesetz ihm aufgetragen hat.
Text: Hendrik Hintze, Leiter FB Steuern
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
v.l.: Frau Hoge, Herr Hochmuth, Frau Reißig, Frau Schneider, Herr Ulbrich, Frau Zeng, Herr Hintze
Verwaltung trifft Wirtschaft - Betriebsbesichtigung bei der bluechip Computer AG Meuselwitz
24.04.2024
Am frühen Mittwochmorgen, den 24.04.2024, begann unsere Reise, die uns quer durch das schöne Thüringen führte, bis nach Meuselwitz zur bluechip Computer AG.
Angekommen, wurden wir von unseren Buchführungsdozenten Frau Zeng und Herrn Kühn begrüßt, mit denen wir noch kurz ein Gruppenfoto machten.
Nach der Aufteilung in zwei Gruppen begann für die eine Gruppe die Betriebsbesichtigung mit Vorträgen. Die andere Gruppe startete mit einem Rundgang durch die Lager- und Produktionshallen, wo wir die Produktionsabläufe vom Zusammenbau der PCs bis hin zur logistischen Erfassung der Versandwaren erlebten. Wir sahen eine Vielfalt von Produkten, die wir nicht unbedingt erwartet hatten, von Kühlschränken bis hin zu Saugrobotern und Druckern. Besonders interessant war, dass sogar Mäuse vertrieben wurden, allerdings nicht die tierische Sorte, sondern Computerzubehör.
Auf einer Palette fielen uns RedBull Dosen auf, die aber weder für uns noch für die Mitarbeiter gedacht waren, sondern als Goodie für die bestellten Gaming-PCs dienen. Während des Rundgangs nutzten unsere Dozenten natürlich die Möglichkeit, theoretisch erlerntes Wissen zu festigen. So wurde uns praxisnah erläutert, dass der Paternoster zwar beweglich ist, trotzdem aber kein bewegliches Wirtschaftsgut ist, sondern als Betriebsvorrichtung gilt.
Abschließend erhielten wir drei informative Vorträge zu den Themen Vertrieb, Nachwuchsgewinnung, Marketing und Buchhaltung, bekamen die letzten Bilanzen vorgestellt und einen Einblick in das eigene Warenwirtschaftssystem des Unternehmens. Dies rundete unseren Besuch ab und mit neuen Eindrücken und Erkenntnissen traten wir schließlich die Heimreise an.
Text: Ilka Wüster, FB Steuern, F31.2
Bild: Josephine Schmidt, F31.2
Wien, wir kommen! - Studienreise des F 31
18.03.2024
Am Montag, 18. März, machte sich der F 31 gemeinsam mit Frau Zeng und Frau Schmitt auf den Weg nach Wien. Trotz Streikphase der Deutschen Bahn verlief die Anreise problemlos, und so konnten bei bestem Wetter am späten Nachmittag die Zimmer im unserem Wiener Hotel bezogen werden. Teils geschafft von der Reise, teils voller Tatendrang ließ jeder den Abend individuell ausklingen.
Nach einem umfangreichen Frühstück besuchten wir das „Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten“ (BMEIA). In mehreren Präsentationen erfuhren wir viel über die Rolle Österreichs im europäischen Kontext, über den Aufbau und die Arbeit der Botschaften und Konsulate sowie über die bilateralen Beziehungen zu Deutschland. Dies war keineswegs ein Monolog. So waren die Redner durchaus auch an unserem Studium und unserer Arbeit in den Finanzämtern interessiert. Ein Zitat dieses Tages werden wohl die meisten in Erinnerung behalten: „Österreich ist nicht der kleine Bruder von Deutschland.“
Nach diesem Programmpunkt musste man sich natürlich erst einmal stärken. Die meisten von uns verschlug es deshalb in ein Wiener Café, um dort ein Stück Sachertorte und einen Melange zu verzehren.
Voller Vorfreude besuchten wir am Mittwoch die Ausbildungsstätte unserer österreichischen Kollegen - die Bundesfinanzakademie. Im Rahmen zweier interessanter Vorträge erfuhren wir alles von A bis Z über die Ausbildung sowie die Arbeit in der hiesigen Finanzverwaltung. So mancher kam ins Staunen, als er hörte, dass es in ganz Österreich nur ein Finanzamt gibt oder das man sich bereits vor Beginn des Studiums festlegt, in welchem Bereich man zukünftig mal arbeiten wird. Auch in Sachen Digitalisierung muss sich die österreichische Verwaltung nicht verstecken. So erhalten die Studenten beispielsweise zu Beginn ihrer Ausbildung einen Laptop. Auch wird ihnen freigestellt, ob sie den Unterricht in Präsenz oder per Skype mitverfolgen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause hieß es am Nachmittag Stadtführung.
Der nächste Morgen startete bereits sehr früh. Kurzes Frühstück - und schon ging es mit der U-Bahn Richtung Herz der österreichischen Demokratie - dem Parlament. Nach einem kurzem Fotoshooting, wie vor jedem Programmpunkt, und einer umfangreichen Sicherheitskontrolle, saßen wir auch schon in einer Plenarsitzung. Hier merkten wir schnell, dass trotz sehr hohem Anteil an erneuerbaren Energien Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch in Österreich ein wichtiges Thema sind. Leider war auch unser Besuch hier endlich, und so konnten wir der durchaus sehr spannenden Debatte zum Thema Umsatzsteuer nicht mehr folgen.
Am Nachmittag besuchte ein Teil der Gruppe noch das Schloss Schönbrunn. Während der Führung durch den imposanten Bau kamen bei dem einem oder anderen Erinnerungen an Sisi hoch. In Gruppen ließen wir den letzten Abend ausklingen – einige in einer Bar, andere beim Schnitzelessen, wiederum andere beim gemütlichen Kartenspielen in der Hotellobby.
Doch wie heißt es so oft: „Aufhören, wenn es am schönsten ist.“
Mit vielen neuen Eindrücken, einigen neuen Wörtern im Wortschatz (Sackerl, Erdapfel und Oida – um nur einige zu nennen), sowie auch einigen Wiener Schnitzeln im Reisegepäck fand die Reise am Freitag ihren Abschluss. Jetzt hieß es für die meisten Lernen für die Bewertungsklausur in der nächsten Woche. Andere mussten sofort ins Fitnessstudio, um die neu gewonnenen Pfunde schnellstmöglich abzutrainieren.
Ein großer Dank geht an das Orga-Team sowie an Frau Schmitt und Frau Zeng.
Text und Bilder: Dustin Zimmermann, FB Steuern, F31
Symposium für ukrainische Delegation der Universität Lwiw
19.01.2024
Seit 2018 richtet die Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung für ukrainische Studierende der Polytechnischen Universität Lviv, Studienfach „Management und International Business“, Veranstaltungen aus, bei denen ukrainische Studierende einen Einblick in das deutsche Rechts- und Verwaltungssystem erhalten.
In diesem Jahr war leider nur ein Kurzbesuch von ausgewählten Professoren und dem Vizerektor der Polytechnischen Universität Lviv möglich. Bei ihrem einwöchigen Aufenthalt in Deutschland legte die Delegation am 19. Januar 2024 in Gotha einen Zwischenstopp ein. Herr Hintze, stellvertretender Rektor und Leiter des Fachbereichs Steuern, hieß die Delegation herzlich willkommen und gemeinsam mit den Leitern der Fachbereiche KSAV sowie Polizei erläuterte er den Aufbau der Thüringer Fachhochschule, die Studieninhalte und die Voraussetzung für ein Studium an der Fachhochschule. Bei einem anschließenden Diskurs ergaben sich noch viele Fragen, die in dem kurzen Zeitfenster gar nicht alle beantwortet werden konnten.
Text: Nancy Hasenstein, Verwaltung FB KSAV
Bild: Torsten Grimm, BZ Gotha

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