Ereignisse und Veranstaltungen 2023
Ein Besuch im Thüringer Landtag
07.12.2023
Am 07.12.2023 öffneten sich die Türen des Thüringer Landtags für die Studierenden des F 30. Begleitet von Frau Helbing und Frau Zeng erlebten alle Studierenden eine Führung durch die Räume des Landesparlaments. Die fachkundigen Begleiter vermittelten die Geschichte des Bauwerkes von der Erbauung in der NS-Zeit bis heute. Die verschiedenen Nutzungen des Gebäudes wurden aufgezeigt, unter anderem konnten wir eine bis heute erhaltene Gefängniszelle in den Kellerräumen des Thüringer Landtages besichtigen. Anschließend durften wir von der Zuschauertribüne aus eine Plenarsitzung verfolgen. Teilweise noch aufgewühlt von den hitzigen Debatten der Abgeordneten nahmen alle Teilnehmenden das Mittagessen vor Ort ein. Dies bedeutete bereits das Ende des Besuches, sodass entweder der Heimweg angetreten oder sich auf dem Weihnachtsmarkt für eine Runde Glühwein verabredet wurde. Zusammenfassend lässt sich sagen: „Ein Besuch des Thüringer Parlaments lohnt sich allemal und ein zweiter Besuch lohnt sich doppelt.“
Text und Bilder: Paul Kohl, Fachbereich Steuern, F30.2
Studienfahrt nach Berlin
27.11.2023
Das Hauptstudium begann nach wenigen Wochen bereits mit einem Highlight: Wir, die Finanzanwärterinnen und Finanzanwärter des F 30, fuhren im Rahmen der Studienfahrt am 27.11.2023 gemeinsam mit unseren Tutorinnen Frau Helbing und Frau Zeng nach Berlin. Mit niedrigen Temperaturen und vereinzelt sogar etwas Schnee wurden wir begrüßt. Wir machten uns auf in Richtung Meininger Hotel Berlin Tiergarten und richteten dort erstmal unsere Zimmer ein. Klein aber fein war hier das Motto. Danach mussten wir uns erst einmal stärken und hatten für den restlichen Tag Freizeit. Diese wurde ganz unterschiedlich genutzt. Einige machten eine Stadtrundfahrt und besichtigten Sehenswürdigkeiten wie die Siegessäule, das Schloss Charlottenburg, den Fernsehturm oder das Brandenburger Tor. Andere versammelten sich erst einmal auf dem Weihnachtsmarkt oder gingen shoppen. Der Abend wurde gemütlich bei einem leckeren Abendessen und/oder in einer Bar beendet.
Am nächsten Morgen starteten wir bereits früh mit unserer ersten Rundführung. Im Bundesfinanzministerium (BMF) angekommen, wurden wir einer Sicherheitskontrolle unterzogen. Die Paternosteraufzüge weckten unser Interesse. Leider durften wir sie nicht benutzen. Wir hörten einen interessanten Vortrag über die aktuelle Situation im Bundeshaushalt sowie die Arbeitsweise und Zusammensetzung des BMF. Weiter ging es in dem großen Saal mit vielen Informationen und historischen Rückblicken. Den Nachmittag konnte jeder wieder individuell gestalten. Am Abend trafen wir uns alle beim Inder und aßen gemeinsam. Der Ausklang des Abends erfolgte in einer Karaoke-Bar, einer Bar oder einem Club.
Am Mittwochnachmittag fanden unsere geplanten Führungen durch die Berliner Unterwelten statt. Eine Gruppe besuchte die Tour „Geschichtsspeicher Fichtebunker“ und die andere Gruppe die Tour „Bunker, U-Bahn, Kalter Krieg“. In diesem Rahmen konnten wir verschiedenste Arten von Bunkern in Berlin anschauen und erhielten interessantes Hintergrundwissen. Überrascht waren wir über die Information, dass die Bunker nicht bombensicher gebaut waren. Abends besuchten ein paar von uns noch das Kabarett, den Tiergarten oder verschiedenste Bars sowie Weihnachtsmärkte oder Diskotheken. Es wurde zu unserem Ritual, die Tage gemeinschaftlich in der Bar „Zur Quelle“ zu beenden.
Der Donnerstag wurde wieder sehr individuell gestaltet. Die meisten besuchten verschiedene Museen, wie beispielsweise das Naturkundemuseum, das Illuseum oder das DeJaVu Museum. Ab 17 Uhr durften wir dann an einer Plenarsitzung im Bundestag über die Reformation des Völkerrechts und die Wirtschaftsbeziehungen zu China teilnehmen. Nach etwa einer Stunde fanden wir uns zu einer Fragerunde mit dem Abgeordneten Christian Hirte (CDU/CSU) ein. Anschließend besichtigten wir noch die Kuppel des Bundestags und genossen die Aussicht über Berlin bei Nacht. Der letzte Abend klang mit einem gemeinsamen Essen aus, wobei wir uns danach noch auf das ein oder andere Getränk in der Bar trafen, um die Ereignisse der vergangenen Woche auszuwerten.
Der Freitag drehte sich größtenteils nur noch um die Abreise, die wir am Vormittag leider schon antreten mussten. Letzte Eindrücke und Erlebnisse wurden auf der Zugfahrt zusammengefasst.
So neigte sich eine erlebnis- und lehrreiche, aber auch lustige und verbindende Woche dem Ende zu.
Text: Eve-Celine Hempel, FB Steuern, F30.2
Vortrag Stefan J. Kramer - Präsident des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz
02.11.2023
Am 2. November 2023 begrüßten wir den Präsidenten des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz, Herrn Stefan J. Kramer an der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gotha. Unter der Themenstellung „Umgang mit Reichsbürgern“ gab Herr Kramer für Studierende der Fachbereiche Polizei, Steuern und Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung sowie interessierte Bedienstete der öffentlichen Verwaltung einen interessanten und kurzweiligen Einblick in die Arbeit des Verfassungsschutzes. Aufbauend auf der Bedeutung des Verfassungsschutzes und der inhaltlichen Einordnung in das System der öffentlichen Verwaltung stellte Herr Kramer ausgewählte Denk- und Argumentationsmuster verschiedener Gruppierungen der Reichsbürgerszene vor und ordnete sie in den juristischen Kontext des Grundgesetzes ein. Unter Verwendung von Fallbeispielen gab Herr Kramer dem Auditorium anschließend Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Personen aus der Reichsbürgerszene und mahnte Gleichzeitig die Bedeutung des Informationsaustauschs und der Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche der öffentlichen Verwaltung an. Abschließend ging Herr Kramer auf Fragen aus dem Auditorium ein und vertiefte anhand der gestellten Fragen seine entsprechenden Ausführungen.
Wir bedanken uns bei Herrn Kramer für diesen interessanten Vortrag.
Text: Stefan Töpfer, Dozent des Fachbereichs KSAV
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha


Nur wer sich gut kennt, kann gut miteinander lernen ...
12.09.2023
... unter diesem Motto fanden am 11. und 12. September 2023 die Einführungstage des F32 und S24 der Thüringer Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung in Gotha statt. Die zwei Tage dienten dem Kennlernen von Kommilitonen, Dozenten und Bildungseinrichtung.
Am Montag, den 11. September 2023, startete der erste Kennlerntag mit gemeinsamem Teambuilding. Durch den Einsatz kreativer Methoden kamen sich die Kommilitonen näher, fanden Gemeinsamkeiten und stellten Regeln und Grundsätze für die gemeinsame Arbeit auf. Ein Speeddating mit Anwärtern des F31 & F29 sowie Dozenten und Vertreter der Studienorganisation lieferte den neuen Anwärtern informative Fakten und Tipps rund um Studium oder Ausbildung.
Am Dienstag, den 12. September 2023, standen eine Rallye über den Campus des Bildunsgzentrums und eine gemeinsame Wanderung auf dem Programm. In Kleingruppen suchten wir auf dem gesamten Gelände nach Antworten und Hinweisen für die Lösung unserer Aufgaben, an deren Ende wir ein Lösungswort erhielten. So lernten wir auf kreative Art und Weise, uns im Bildungszentrum zu orientieren. Im Anschluss startete die gemeinsame Wanderung für den F32 auf den Seeberg und für den S24 zum Bürgerturm auf dem Kranberg.
Den Abschluss der beiden Kennlerntage bildete eine entspannte Runde bei Kaffee und Kuchen in der “Kanne” im Haus IV.
Im Namen des F32 entsende ich vielen Dank für die Organisation und die Begleitung der Kennlerntage an alle Verantwortlichen des Fachbereichs Steuern.
Text: Julian Pfeiff, Fachbereich Steuern, F32/2
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha

Herzlich Willkommen Studierende des KSAV-Grundstudiums
11.09.2023
Die Bediensteten des Fachbereichs KSAV der Thüringer Verwaltungsfachhochschule begrüßen die Studierenden des Grundstudiums recht herzlich.
Am Montag, dem 11. September 2023, begann das Studium der Studierenden des Grundstudiums am Fachbereich KSAV. Nachdem die Anmeldemodalitäten beendet waren, begrüßte Herr Dr. Steinrücken als stellvertretender Fachbereichsleiter die neuen Studierenden in der Aula. Gemeinsam mit Studierenden des Hauptstudiums erkundeten die Neuen anschließend den Campus. Und dann ging es auch schon mit der ersten Lerneinheit in den Studienfächern Öffentliche Finanzen und Privatrecht los.
Insgesamt begannen 61 Studierende ihr Studium am Fachbereich KSAV. Diese sind in zwei Kurse eingeteilt mit 30 bzw. 31 Studierenden.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude beim Studieren.
Text: Nancy Hasenstein, Fachbereich KSAV
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha


Warum Prüfungsstress und Erfolgserlebnisse immer nah beieinander liegen ...
31.08.2023
Am Vormittag des 31. August 2023 fand die Diplomierung der Absolventen des 29. Lehrgangs der Finanzanwärterinnen und Finanzanwärter statt. Die Einladung zu dieser feierlichen Urkundenübergabe wurde Ende Juli 2023 an 47 Prüflinge ausgegeben, nachdem sie auch ihre mündliche Laufbahnprüfung gemeistert hatten. Zahlenmäßig betrachtet haben damit 94 Prozent ihr duales Studium erfolgreich abgeschlossen, ein wirklich beachtliches Ergebnis in einer Zeit, die noch von Homeschooling und Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie gekennzeichnet war.
Felix Kressler und Oswin Wilfred Brückner blickten in ihrer kurzweiligen Rede abwechselnd auf die zurückliegenden drei Jahre zurück und beschrieben diese als eine Zeit, in der sie große Hürden nehmen mussten. Sie schilderten, dass in ihrem Studium Momente der Hilflosigkeit und der Enttäuschung immer ganz nah bei Momenten mit viel Spaß, mit Freude und Stolz lagen. Als besonderen Moment des Erfolgs beschrieben sie die Diplomierung, nämlich als großartiges Gefühl, dass sie ihr Leben lang in Erinnerung behalten werden.
Heike Taubert, die Thüringer Finanzministerin, überreichte den Absolventinnen und Absolventen anschließend ihre Diplomurkunden. Die Fotos belegen die Freude und den Stolz jeder und jedes Einzelnen über das Erreichen eines sicher wichtigen Lebensziels.
Nachdem fast alle Absolventinnen und Absolventen ihre Urkunden erhalten hatten, nahm die Ministerin die Urkundenübergabe an die drei Lehrgangsbesten vor und gratulierte denjenigen, die die beste Hausarbeit geschrieben haben, zu ihrem besonderen Erfolg.
Wir blicken zurück auf eine gelungene Festveranstaltung in der Aula des Bildungszentrums.
Text: Fachbereich Steuern
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
37 Wochen, 876 Unterrichtsstunden und 29 Klausuren später ...
31.08.2023
Mit diesem zahlenreichen Einstieg beschrieben Katharina Mohnke und Josephine Horning vom 22. Lehrgang der Steueranwärterinnen und Steueranwärter ihren Weg bis zum erfolgreichen Abschluss ihrer zweijährigen Ausbildung. Zu Recht mit Stolz blickten sie anlässlich der feierlichen Zeugnisübergabe am Nachmittag des 31. August 2023 auf diese Zeit zurück. In Erinnerung werden ihnen zwei harte, aber vor allem sehr schöne Jahre bleiben.
Insgesamt 60 jungen und jung gebliebenen Menschen konnte vom Leiter der Zentralabteilung des Thüringer Finanzministeriums, Matthias Machts, bescheinigt werden, dass sie die Ausbildung im mittleren Steuerverwaltungsdienst erfolgreich abgeschlossen haben.
Knut Kreuch, unser Oberbürgermeister der Stadt Gotha, ließ es sich nicht nehmen, am Nachmittag an der feierlichen Veranstaltung teilzunehmen und bescheinigte den Absolventen zusätzlich noch, sie hätten sich nun auch den Ehrentitel „Gothaner“ verdient.
Die Absolventen und ihre Angehörigen werden sich sicher noch lange an die gelungene Veranstaltung erinnern.
Text: Landesfinanzschule
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
Geschafft!
30.08.2023
Am Nachmittag des 30. August 2023 fand in der Aula der Thüringer Verwaltungsfachhochschule die Festveranstaltung zur Diplomierung der diesjährigen Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs KSAV statt. Unter Anwesenheit zahlreicher Angehöriger und Gäste sowie vieler an der Ausbildung Beteiligter wurden den bisherigen Studentinnen und Studenten nach ihrem erfolgreichen dreijährigen Studium die Diplomurkunden und Zeugnisse übergeben. Die Festansprache hielt der Thüringer Innenminister Georg Maier, die musikalische Umrahmung erfolgte durch das Polizeimusikorchester Thüringen.
Der Fachbereich KSAV wünscht den angehenden Beamtinnen und Beamten des gehobenen Dienstes des Freistaats und seiner Kommunen eine erfolgreiche berufliche Zukunft.
Text: Fachbereich KSAV
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
Die ersten 3!
26.07.2023
Jeden Grund zum Strahlen hatten diese Finanzanwärterinnen - sie sind die ersten drei von über einhundert Nachwuchskräften, die im Juli und August 2023 ihre mündliche Laufbahnprüfung absolvieren. Die mündlichen Laufbahnprüfungen bilden für die Nachwuchskräfte den Abschluss von drei Jahren Studium im gehobenen Dienst bzw. von zwei Jahren Ausbildung im mittleren Dienst. Ab September werden unsere - dann ehemaligen - Studierenden und Auszubildenden in den zwölf Thüringer Finanzämtern tätig sein.
Ob die drei Finanzanwärterinnen auf dem Foto ihre Prüfung bestanden haben? Das wird nicht preisgegeben, aber man kann es erraten …
Text: Hendrik Hintze, Fachbereichsleiter für den Fachbereich Steuern und stellv. Rektor der Fachhochschule
Bild: Torsten Grimm, BZ Gotha
Erfolgreicher Abschluss des Lehrgang B der Justizsekretäre 2022
21.07.2023
Am 21. Juli 2023 endete der Lehrgang B der Justizsekretäranwärterinnen und Justizsekretäranwärter des Einstellungsjahrgangs 2022 am Bildungszentrum Gotha. Alle 40 Anwärterinnen und Anwärter haben den Lehrgang erfolgreich beendet und starten nun in das langersehnte Praktikum II bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften. Jetzt können sie das theoretische Wissen praktisch anwenden und dabei festigen und vertiefen.
Vor der Zeugnisübergabe fand am 20. Juli 2023 ein Wandertag statt. Dabei starteten die Anwärterinnen und Anwärter am Hauptbahnhof in Eisenach mit der rund 12 Kilometer langen Tour. Nach einem kurzen Marsch über die Wartburgallee gab es den ersten Boxenstopp am Prinzenteich. Seinen Namen erhielt der als Löschwasserteich im Jahre 1854 angelegte Teich, weil die Söhne (Prinzen) der Herzogin Helene von Orleans auf diesem gerne Schlittschuh fuhren. Das machen die Eisenacher im Winter übrigens immer noch.
Nach einer Stärkung ging es in Richtung der 250 Millionen Jahre alten Drachenschlucht, einem beliebten Ausflugsziel in Eisenach. Neben den schmalen Durchgängen und einem einzigartigen Schauspiel an Lichteinfällen in der Schlucht selbst konnte viel Natur bestaunt werden. Danach galt es Berge zur Sängerwiese zu erklimmen, um die wohlverdiente Mittagspause einzunehmen. So mancher Anwärter oder manche Anwärterin kam dann doch ins Schwitzen, sodass kurzzeitig überlegt wurde, das Unterrichtsfach Sport einzuführen. Dieser Gedanke wurde aber doch verworfen, schließlich muss der Justizsekretär ja in seiner täglichen Arbeit weniger sportlich als geistig fit sein.
Die eintretenden Regengüsse wurden als Abkühlung begrüßt, sodass der letzte (anstrengende) Anstieg zur Wartburg angetreten wurde. Auf der Wartburg mussten erstmal alle pausieren. Und als die Köpfe wieder abgekühlt waren, wurden die mittelalterlichen Bauten und Hinterlassenschaften besichtigt. Beeindruckend ist der Blick von der Wartburg über die Stadt und das Land sowie die gut erhaltene Burganlage. Nachdem der Kulturdurst gestillt war, ging es zurück zum Markt und zum Bahnhof.
Nach internen Berichten, haben alle Anwärterinnen und Anwärter den Tag mehr oder minder gut überstanden, sodass am nächsten Tag alle die Zeugnisse freudestrahlend in Empfang genommen haben.
Text: Anja Brückner, Sachbearbeiterin Aus- und Fortbildung, Thüringer Oberlandesgericht
Bild: Anja Brückner
Lehrveranstaltungen im Freien …
10.07.2023
… werden im Lehrbereich Steuern bereits seit längerer Zeit in den Ausbildungsablauf integriert. Ein eigener Raum innerhalb des parkähnlichen Grundstücks unseres Bildungszentrums hat allerdings bislang noch gefehlt.
Die Umgestaltung der Grünanlage hinter Haus IV - mit befestigter Fläche und wetterfesten Sitzgarnituren - bietet seit heute die Möglichkeit verschiedene Lehrveranstaltungen naturnah durchzuführen. Auch eine Nutzung für Feierlichkeiten und sonstige Veranstaltungen ist möglich.
Die modernen Sitzgarnituren sollten dabei innerhalb des gepflasterten Bereichs verbleiben und natürlich pfleglich behandelt werden.
Text: Bärbel Reinhardt, Verwaltungsleiterin BZ Gotha
Bild: Torsten Grimm, BZ Gotha
Studienfahrt nach Berlin
23.05.2023
Am Dienstag den 23. Mai 2023 ging es für den Studiengang KSAV des Jahrganges 2021 inklusive unserer drei Dozenten Frau Dr. Kilian, Herrn Dr. Steinrücken und Herrn Töpfer im ICE nach Berlin. Am Hostel in Friedrichhain angekommen, hatten wir zwei Stunden Zeit, um unsere Zimmer zu beziehen und Mittag zu essen. Gegen 15:00 Uhr trafen wir uns alle vor dem Hostel und gingen zusammen zum Fichtebunker. Hier nahmen wir an einer sehr interessanten Führung teil. Den Abschluss des Abends bildete ein gemeinsames Abendessen in einem Burger Restaurant.
Am Mittwochmorgen fuhren wir recht früh mit der Bahn nach Potsdam. Dort besuchten wir die Ausstellung „Sonne. Die Quelle des Lichts in der Kunst“ im Baberini-Museum. Am Nachmittag trafen wir uns am Potsdamer Hafen und besichtigten die zum UNESCO Welterbe gehörende Landschaft bei einer Schiffstour. Am Donnerstag machten wir eine Stadtbesichtigung von Berlin-Kreuzberg mit dem Kanu. Die begleitete Tour ging drei Stunden, wobei jeweils vier Studierende in einem Kanu saßen. Am Abend besuchten wir den Bundestag und konnten dort eine Stunde einer Plenarsitzung beiwohnen. Hier wurden unter anderem Themen wie die „Änderung des Weingesetzes“ oder das „Asylrecht der europäischen Union“ diskutiert. Im Anschluss trafen wir den Abgeordneten Christian Hirte und konnten diesem Fragen stellen. Zum Schluss hatten wir die Möglichkeit, die Kuppel des Bundestages zu besuchen.
Am Freitagmorgen ging es mit den Reisetaschen zum Auswärtigem Amt, wo wir einen Einblick in die Tätigkeit eines Beamten im Auswärtigem Amt erhielten. Er berichtete sehr interessant von seinen verschiedenen Stationen im Ausland und den dortigen Erlebnissen. Danach fuhren wir mit dem ICE zurück nach Erfurt. Zusammenfassend war es eine sehr schöne und gelungene Woche mit vielen tollen Eindrücken.
Text: Alice Scholz, Fachbereich KSAV, Kurs: 21
Bilder: Dr. Ulrike Kilian, Fachbereich KSAV
Workshop für Ausbildungs-Sachbearbeiter und Ausbildungs-Sachbearbeiterinnen
17.05.2023
Im Auftrag des Thüringer Finanzministeriums gestaltete der Fachbereich Steuern am 17.05.2023 zum ersten Mal einen Workshop für die Ausbildungs-Sachbearbeiter und Ausbildungs-Sachbearbeiterinnen der Finanzämter zu den Themen Pädagogik, Didaktik und Rhetorik aus.
Die 22 Teilnehmer und Teilnehmerinnen nutzten diesen Workshop, um sich miteinander bekannt zu machen, ihre Erfahrungen im Umgang mit den Anwärtern/Anwärterinnen auszutauschen und um gemeinsam nützliche Erkenntnisse für ihre Tätigkeit als Ausbildungs-SB zu erarbeiten.
Frau Reißig und Frau Helbing moderierten die Veranstaltung und unterstützten die gemeinsame Arbeit der Teilnehmenden mit der Darstellung theoretischer Grundlagen, zahlreichen Anregungen und eigenen Erfahrungen sowie der Vorstellung und der Durchführung geeigneter aktivierender Arbeitsmethoden.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Gesprächsrunde, in der vor allem die Herausforderungen und Potentiale im Zusammenhang mit der Ausbildung der aktuellen Anwärtergeneration diskutiert wurden. Als Ergebnis konnten insbesondere Feststellungen dazu getroffen werden, welche Kompetenzen der Anwärter/Anwärterinnen in Zukunft sowohl bei der praktischen als auch bei der theoretischen Ausbildung gezielt gefördert werden sollten.
Text: Nikola Reißig, Fachbereich Steuern
Bild: Katrin Helbing, Fachbereich Steuern
Symposium für ukrainische Studierende der Universität Lwiw
09.05.2023
Bereits zum 4. Mal fand an der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung ein Symposium für Studierende der ukrainischen Universität Lwiw, Studienfach „Management und International Business“, statt. Im Rahmen ihrer einwöchigen Studienreise durch Deutschland machten sie am 9. Mai 2023 in Gotha halt und erhielten hier an der Fachhochschule einen Einblick in die Studieninhalte der Fachbereiche Steuern, Polizei und Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung des Freistaates Thüringen.
Herrn Julian Kralitschka, Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Erfurt, einen herzlichen Dank für seinen Vortrag zum Thema „Korruption“. Weiterhin bedankt sich der Rektor, Herr Dr. Klüsener, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bildungszentrums der Thüringer Landesverwaltung Gotha für die gute Versorgung der ukrainischen Gäste.
Nach der Veranstaltung besuchte die Delegation das Schloss Friedenstein sowie die Stadt Gotha. Auch hier einen herzlichen Dank an den Oberbürgermeister der Stadt Gotha, Herrn Knut Kreuch, der durch die Bereitstellung finanzieller Mittel das Nachmittagsprogramm ermöglichte.
Dem Nachmittagsprogramm schlossen sich auch Studierende der Verwaltungsfachhochschule an. So gab es einen regen Austausch zwischen den Studierenden beider Hochschulen.
Text: Nancy Hasenstein, Verwaltung FB KSAV
Bild: Torsten Grimm, BZ Gotha
Besuch bei der bluechip Computer AG in Meuselwitz
28.04.2023
Am Freitag, dem 28.04.2023, um 09:30 Uhr trafen sich die Finanzanwärter des F 30.1 und F 30.2 mit Frau Helbing und Frau Zeng auf dem Parkplatz der bluechip Computer AG in Meuselwitz. Wir waren alle sehr gespannt darauf, die Firma, die auch Computer für die Thüringer Finanzverwaltung herstellt, von innen zu sehen. Nachdem alle ihren Weg nach Meuselwitz gefunden hatten, mussten wir natürlich im Foyer erstmal ein Gruppenfoto machen. Danach ging es für den F 30.1 und Frau Zeng auf einen Rundgang durch die Lagerhallen und Herr Donner erläuterte uns die einzelnen Stationen. Währenddessen wurden dem F 30.2 und Frau Helbing in einem Besprechungsraum das Unternehmen mit einer PowerPoint Präsentation vorgestellt. Danach wurde gewechselt.
Als ein mittelständischer PC-Produzent und IT-Dienstleister genießt die bluechip Computer AG mit derzeit über 310 Mitarbeitern - davon 30 Auszubildende und Studierende bundesweit einen ausgezeichneten Ruf. Auf dem Rundgang erhielten wir zuerst an dem Organigramm der bluechip Computer AG, auf dem alle Mitarbeiter mit ihrer Position im Unternehmen und einem Bild gezeigt wurden, einen Überblick über die Struktur des Unternehmens. Danach durchliefen wir die verschiedenen Abteilungen, vom Wareneingang, über die Kommissionierung, die Großraumbüros im Kundenservice, Fertigung, Endtest, bis zum Warenausgang. Dabei wurde uns unter anderem das Lagersystem in den verschiedenen Hallen gezeigt. Überraschend für uns war, dass im Lager einer Firma, die Computer herstellt und vertreibt, auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Staubsauger zu finden waren. Grund dafür ist die langjährige Zusammenarbeit mit Samsung, bei der die bluechip Computer AG als Distributor auftritt und die Geräte auf dem europäischen Markt vertreibt.
Interessant war auch der kleinteilige Zusammenbau der einzelnen Komponenten durch die Monteure in der Fertigung, die unterschiedlichen Größen und Ausführungen der PC in Mini, High-End oder All-in-One, und die Dauer der Testläufe je nach Kundenwunsch, gewünschten Lieferzeitpunkt und geplanten Nutzungsumfang.
Im zweiten Teil erhielten wir durch die Assistentin der Geschäftsleitung einen kurzen Abriss zur Geschichte des Konzerns und die Umwandlung der bluechip Computer Großhandelsgesellschaft mbH in die heutige bluechip Computer AG.
Unter dem Motto „bluechip - creating computers“ agiert das Unternehmen in unterschiedlichen Geschäftsfeldern z.B. in der Eigenfertigung, bei der oft das Prinzip des “build to order”, also die Herstellung oder der Zusammenbau auf spezielle Kundenanfrage, zum Ansatz kommt. Dabei erbringt die bluechip Computer AG ihre Dienstleistungen fast ausschließlich an Fachhändler (B2B) und darüber an die Endkunden. Nur ein geringer Anteil erfolgt über den Werksverkauf in Meuselwitz.
Die Leiterin der Buchhaltung gab uns einen kurzen Einblick in das Warenwirtschaftssystem sowie die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und den Betriebsabrechnungsbogen der bluechip Computer AG und des Konzernverbundes.
Mitarbeiter der Firma gewährten uns Einblicke in weitere Bereiche des Unternehmens, z.B. der Kundenbetreuung/Vertrieb.
Wir bedanken uns für die tolle Veranstaltung, bei der wir viel gesehen, gehört und erfahren haben. Wir sagen Danke für die offene Beantwortung aller unserer Fragen, die engagierte Vorbereitung, die freundlichen Leute und die vielen Informationen.
Dankeschön an die bluechip Computer AG sagen die Studierenden des F 30.1 und F 30.2, Frau Helbing, Frau Zeng und der Fachbereich Steuern der Thüringer Verwaltungsfachhochschule in Gotha.
Text: Luisa Schlöffel, Fachbereich Steuern, F30.1
Bild: Paul Kohl, Fachbereich Steuern, F30.2

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin ...
03.03.2023 - Studienfahrt des 29. Finanzanwärterlehrgangs
Montag, 27.02.2023-Anreisetag Tag 1:
Nach längerer coronabedingter Pause starteten wir, die Absolventen des 29. Finanzanwärterlehrganges, am Montag, den 27.02.2023 unsere Studienfahrt in die Hauptstadt. Es begleiteten uns unsere Dozenten Frau Reißig und Herr Witschel. Herr Krapf konnte leider nicht mitfahren.
Nach einer entspannten Anreise mit Bahn oder individuell mit dem Auto kamen wir am Nachmittag am Hotel Ibis Budget-Alexander Platz an und stimmten uns beim gemeinsamen Mittagessen auf die bevorstehende Woche ein. Berlin empfing uns mit viel Sonnenschein. Nachdem alle den ersten Tag zur individuellen Erkundung der Stadt nutzen konnten, fand dieser Tag am Abend bei dem ein oder anderen Cocktail einen gemütlichen Ausklang.
Dienstag, 28.02.2023-Berlin Tag 2:
Nach dem Frühstück machten wir uns vom Hotel aus auf in die Wilhelmstraße zum Bundesfinanzministerium (BMF). Dort angekommen, ging es direkt durch die Sicherheitskontrolle, bevor wir durch Herrn Rothmund vom Besucherdienst im BMF in Empfang genommen wurden. Dieser zeigte uns das imposante und gleichzeitig ehrfürchtige Detlev-Rohwedder-Haus, welches nach der Fertigstellung 1936 verschiedenste Funktionen zu Zeiten des Nationalsozialismus und der DDR erfüllte und in dem sich seit August 1999 das BMF befindet. Im großen Saal ging er nochmals sehr eindrücklich auf einige entscheidende historische Ereignisse ein, die hier stattgefunden haben und machte auf mitreißende Art und Weise nochmals die Tragweite dieses Gebäudes für Berlin und die Zeitgeschichte deutlich. Danach thematisierte er das heutige BMF, seine Aufgaben, die Arbeitsweise und die Ziele des Hauses. Ebenfalls gab er einen Einblick in seinen Aufgabenbereich und verdeutlichte den Stellenwert sowie Problemstellungen der Öffentlichkeitsarbeit als wichtige Schnittstelle zwischen Bürgern und Politik.
In einer anschließenden Fragerunde mit Frau Hörhammer, die als Referentin für Körperschaftsteuer im BMF tätig ist, wurde auf unsere Fragen eingegangen, sodass ein spannender Programmpunkt hier sein Ende fand.
Am Nachmittag konnte Berlin nochmals ganz individuell erkundet werden. Ob Golf spielen im Görlitzer Park, die Museen auf der Museumsinsel, Shoppen in der Mall of Berlin, die Friedrichstraße... Es war für jeden nach dem eigenen Geschmack etwas dabei.
Abgerundet wurde der zweite Abend durch das gemeinsame Bowling in Nähe der Eastside Gallery.
Mittwoch, 01.03.2023- Berlin Tag 3:
Der dritte Tag in Berlin und wieder konnten wir bei schönstem Sonnenschein Berlin erkunden, bevor wir in das politische Berlin eintauchten. Um 14 Uhr empfing uns Carsten Schneider, Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion, Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland im Paul-Löbe-Haus.
Herr Schneider stellte sich eine Stunde lang unseren Fragen. Themen wie das 49-Euro-Ticket und die zukünftige Sicherheit der gesetzlichen Rente waren u.a. Bestandteil der Diskussion.
Am späten Abend konnten wir den Bundestag bei Nacht erleben. Nach einer Führung und Vortrag auf der Besuchertribüne, wo wir beste Sicht auf die „Fette Henne“ und das „Ei“ hatten, konnten wir als abschließendes Highlight die Kuppel bei Nacht besichtigen. Nach dem Blick auf die Lichter Berlins begaben wir uns mit U-Bahn und Tram wieder zum Hotel zurück, wo ein langer spannender Tag endete.
Donnerstag, 02.03.2023-Berlin Tag 4:
Diesmal stimmte der kalte morgendliche Nebel über Berlin auf unseren ersten eher schwermütigen Programmpunkt ein: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Aufgeteilt in zwei Gruppen tauchten wir in die grausame und menschenverachtende Geschichte der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit ein. Im Rahmen der Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis informierte man uns über die Formen und Folgen der politischen Verfolgung in der DDR.
Die Gefängniszellen im Keller ohne Tageslicht sowie den später genutzten Zellentrakt, der trotz Tageslicht nicht weniger demütigend für die Inhaftierten war, gaben einen eindrücklichen Einblick in das Gefängnisleben, die damaligen Verhörmethoden sowie den Umgang mit den Inhaftierten.
Danach hatten wir wieder etwas Freizeit, wodurch die Möglichkeit bestand, das Gesehene und Gehörte zu verarbeiten.
Am frühen Abend konnten wir nochmals auf der Besuchertribüne des Bundestags Platz nehmen und diesmal sogar eine Stunde lang einer Sitzung im Bundestag zuschauen, an der im Saal u.a. auch der Arbeitsminister Hubertus Heil und der Verkehrsminister Volker Wissing teilnahmen.
Im Anschluss hatten wir die Gelegenheit, mit einer Politikerin aus Thüringen ins Gespräch zu kommen. Frau Tina Rudolph, Abgeordnete im Bundestag für die SPD seit 2021, skizzierte ihren Alltag sowie die Aufgaben und Herausforderungen als Politikerin in Berlin. Dabei machte sie sehr authentisch den tagtäglichen Spagat zwischen eigenen Zielen und Kompromisse mit der eigenen Fraktion und den Koalitionspartnern deutlich. Trotzdem waren ihre Begeisterung und Leidenschaft für den zeitintensiven Job einer Politikerin spürbar.
Nach dem Gespräch mit dieser sehr ambitionierten Politikerin ließen wir unseren letzten Abend mit Frau Reißig und Herrn Witschel bei dem einen oder anderen Getränk ausklingen.
Freitag, 03.03.2023-Abreisetag Tag 5:
Unser letzter Programmpunkt der Woche war der Besuch des Bundesrats. Auch hier wurde uns innerhalb eines Vortrags die Arbeitsweise und die Aufgaben erklärt. Nach einer kurzen Fragerunde hatten wir die Gelegenheit, bei der öffentlichen Plenarsitzung dabei zu sein. Wir konnten innerhalb einer Stunde sowohl einigen Redebeiträgen der Vertreter einzelner Länder lauschen, als auch mehreren Abstimmungen zuschauen.
Wir hatten zudem das Glück, dass auch eine Vielzahl von Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten bei dieser Sitzung anwesend waren, wie zum Beispiel unser Ministerpräsident aus Thüringen, Herr Ramelow, Herr Tschentscher, der Bürgermeister von Hamburg aber auch die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Frau Giffey und Frau Rehlinger, die Ministerpräsidentin vom Saarland. Auch der Wirtschaftsminister Herr Habeck nahm an diesem Tag an der Plenarsitzung teil. Es war schon ein wenig aufregend, all diese namenhaften politischen Größen mal live und nur wenige Meter entfernt bei ihrer Arbeit im Bundesrat zu beobachten.
Damit neigte sich eine spannende und abwechslungsreiche Woche dem Ende entgegen. Mit all unseren vielfältigen Eindrücken ging es dann per Bahn oder Auto wieder zurück nach Hause.
Abschließend möchten wir uns an dieser Stelle noch bei unseren Organisatoren bedanken, die sich um Hotel und die vielfältigen Programmpunkte im Vorfeld gekümmert haben:
Vielen Dank an Herrn Kreßler, Herrn Fritsch, Herrn Krapf, Herrn Witschel und natürlich nicht zuletzt an Frau Reißig!
Text und Bild: Laura Künzel, Fachbereich Steuern, F29.1

Vortrag zum Thema „Korruption“
12.01.2023
Im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltungen hielt die Staatsanwältin Frau Clauß vom Thüringer Landeskriminalamt einen Vortrag zum Thema „Korruption“. Darunter versteht man den Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil. Je nach Sachverhalt wird dabei zwischen situativem, spontanem Willensentschluss und strukturellen, bewusst geplanten, längerfristigen Beziehungen unterschieden. Schwierig bei der Ahndung ist vor allem das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Tätern, da es hier kein konkretes Opfer gibt, welches sich zur Wehr setzen will. So stellt die Prävention eine entscheidende Rolle zur Bekämpfung dar. Effektive Maßnahmen setzen dabei zum einen bei den Motiven an. Dazu zählen die finanziell-wirtschaftliche Lage aber auch die persönliche Zufriedenheit und Wertschätzung im Dienst. Zum anderen werden besonders gefährdete Bereiche wie beispielsweise die Bewirtschaftung von Haushaltsmitteln mit Außenwirkung strenger kontrolliert durch das Mehr-Augen-Prinzip und organisatorisch angepasst durch die Funktionstrennung. Die Bedeutung von Schulungen zum Thema betonte Frau Clauß hinsichtlich der Vorbeugung, aber auch in Bezug auf das Erkennen von Korruptionsindikatoren. Dazu zählen der private Kontakt zu Antragstellern und Unternehmen, aber auch die Abschottung einzelner Aufgabengebiete sowie ein unerklärlicher Lebensstandard. Systembezogene Indikatoren sind Dienstposten mit sehr großer Aufgabenkonzentration und ein hoher Ermessenspielraum sowie eine schwach ausgeprägte Dienst- und Fachaufsicht. Sollte trotz aller Maßnahmen ein Verdacht aufkommen, kann man sich jederzeit an den Antikorruptionsbeauftragten der jeweiligen öffentlichen Stelle wenden. Er kann mit und ohne konkreten Verdacht tätig werden und dient außerdem als Informationsstelle bei Fragen sowohl für Beschäftigte als auch für Bürgerinnen und Bürger.
Frau Clauß schaffte mit ihren Erfahrungen bei uns ein Bewusstsein dafür, wie allgegenwärtig das Thema Korruption in der öffentlichen Verwaltung ist und sensibilisierte uns, potentielle Gefahren zu erkennen. Schließlich kann man auch ungewollt in Situationen kommen, in denen man Gefahr läuft, unbewusst gegen Vorschriften zu verstoßen, was mitunter weitreichende Folgen wie etwa den Verlust des Beamtenstatus haben kann.
Text: Sabine Lisso, Fachbereich KSAV, Kurs: 21/1
Erwachsenwerden in der JSA Arnstadt
04.01.2023
Jugendliche und Heranwachsende hinter Gittern
Sie sind jung, männlich und kriminell – die 145 Gefangenen der Jugendstrafanstalt Arnstadt in Thüringen, Deutschlands modernstem Jugendknast.
Diebe, Schläger und sogar Mörder unter 24 Jahren verbüßen hier eine Jugendstrafe nach dem Jugendgerichtsgesetz. Die Botschaft der JSA Arnstadt lautet jedoch: „Wer hier einsitzt, ist für die Gesellschaft noch nicht verloren.“
Genau an diesem Ort konnten sich die Justizsekretäranwärterinnen und -anwärter des Einstellungsjahrgangs 2022 einen Einblick verschaffen. Die Jugendstrafanstalt ist für den Vollzug und die Untersuchungshaft an Jugendlichen und Heranwachsenden, an ausschließlich männlichen Gefangenen, zuständig.
Seit Mai 2016 werden hier aber auch erwachsene Strafgefangene untergebracht. Hierbei müssen jedoch gewisse Voraussetzungen gegeben sein, denn der erwachsene Strafgefangene muss sich im Erstvollzug befinden, zu einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren verurteilt wurden sein und darf zum Zeitpunkt der Einweisung nicht älter als 27 Jahre sein. Die Gesamtfläche der Jugendstrafanstalt beträgt insgesamt 14,4 ha. Dabei ist die Anstalt mit 276 Haftplätzen im geschlossenen Vollzug und 20 Haftplätzen im offenen Vollzug ausgestattet.
Im geschlossenen Vollzug können die Gefangenen in 4 Hafthäusern untergebracht werden. Pro Hafthaus stehen 6 Wohngruppen zur Verfügung. Die Wohngruppengröße ist in den Hafthäusern teilweise unterschiedlich angelegt und mit Belegungen zwischen 9 und 12 Gefangenen möglich. Die Gefangenen werden jedoch grundsätzlich einzeln in einem Haftraum untergebracht. Zudem verfügt jedes Hafthaus über einen eigen Sport- und Freizeithof.
Insgesamt besteht die Anstalt aus 17 Einzelgebäuden. Diese gliedern sich in 3 Werkstatt-, einem Schul-, einem Freizeit-, einem Versorgungs- und einem Verwaltungsgebäude.
Sowie eine Sporthalle und ein Gewächshaus. Bei einem Rundgang durch die Anstalt wurde alles gezeigt was die Anstalt zu bieten hat, so konnten sich die Justizsekretäranwärterinnen und -anwärter einen guten Überblick verschaffen. Zum Beispiel wurde ein Haftraum mit der Videoüberwachung gezeigt, in dem Gefangene eingesperrt werden, die Suizidgedanken haben. Der besonders gesicherte Haftraum war ein erdrückendes Erlebnis für die Justizsekretäranwärterinnen und -anwärter, denn dieser ist die letzte Maßnahme gegen psychisch kranke oder aggressive Gefangene.
Den Insassen der Strafanstalt steht ein vielfältiges Bildungs- und Ausbildungsprogramm zur Verfügung. Indem sie ihren Abschluss nachholen oder eine Ausbildung erlernen können, um sich Taschengeld dazu zu verdienen, von dem sie ihren Einkauf oder die Gefängnistelefonrechnung bezahlen können.
In einer von vier Werkstätten konnten die Justizsekretäranwärterinnen und -anwärter die Kreativität der Gefangenen sichtbar erkennen. In den Werkstätten, dem Gewächshaus oder der Lehrküche können die Straftäter vielen Ausbildungsberufen nachgehen, denn die Justizbediensteten versuchen jeden Gefangen nach der Entlassung an Arbeitgeber zu vermitteln.
Zuletzt durften die Justizsekretäranwärterinnen und -anwärter in der Strafanstalt die Küche und das gekochte Essen der Gefangenen probieren. Davon schienen alle sichtlich begeistert zu sein. Im Anschluss ging es für Anwärterinnen und Anwärter in die Jugendarrestanstalt.
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Jugendarrest ist die letzte Möglichkeit der Konsequenz des Staates vor der Verhängung einer Jugendstrafe. Die Jugendlichen und Heranwachsenden verbringen dabei maximal vier Wochen in der Anstalt. Die Altersspanne liegt zwischen 14 und 21. Jahren, in Ausnahmefällen auch bis zu 24 Jahren.
Die Anstalt setzt in seinem Konzept auf Integration und somit wird ganz nah mit den jungen Menschen zusammengearbeitet. Sei es nur Plätzchen backen mit der Sozialarbeiterin kurz vor den Weihnachtstagen oder Weihnachtsgestecke für einen guten Zweck basteln. Die Jugendarrestanstalt bietet Raum für 5 weibliche und 34 männliche Jugendliche und Heranwachsende. Mithin verfügt die Anstalt über 39 Plätze.
Die Anstalt verfügt im Außenbereich über eine Sportanlage, einen Schulungsraum und einen medizinischen Raum. Der Sport ist aber auch im Innenbereich möglich sowie ein Fernsehraum steht den Jugendlichen zur Verfügung. Auch das wurde den Justizsekretäranwärterinnen und -anwärtern gezeigt. Im Anschluss wurden noch genügend Fragen beantwortet.
Text: Vanessa Sorber und Lilly Tittmann, Justizsekretäranwärterinnen Jg. 2022
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha
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